Hatten die Grünen dieses Trennsystem schon immer ökologisch befürwortet, so habe diesmal die Verwaltung darauf hingewiesen, dass diese Lösung auch wirtschaftlich die bessere sei. Grund hierfür ist die bakterielle Zersetzung und Verarbeitung des Schmutzwassers, die effektiver ist, wenn es möglichst unverdünnt in der Kläranlage ankommt.
Die Straßemausbaupläne für Bänkler Weg, Bankerheide und Huesmannweg sehen die Grünen allerdings kritischer. "Dem Wunsch der Eigentümer nach einer schlichten, möglichst kostengünstigen Lösung sollte die verwaltung nachkommen", fordert Thon. Erstens seien die Hausbesitzer ohnehin schon stark finanziell belastet durch die Kanalerneuerung und zweitens werden die Wege fast ausschließlich von den Anliegern genutzt.
Außerdem solle ein Aspekt bei den Ausbauplänen noch beachtet werden: eine 70 Meter lange Weißdornhecke auf der Südseite der Bankerheide, die für den Ausbau dieser Straße entfernt werden soll, möchten die Grünen erhalten wissen.
Nicht jede Hecke und jeder Baum soll weichen müssen
Auch eine Gartenfläche mit altem Baumbestand, die einem Wendehammer weichen soll, muss nach Ansicht der Grünen nicht unbedingt angegriffen werden. Die Breite der Straße sei jetzt schon ausreichend. Selbst Lkw könnten am östlichen Ende des Weges wenden.
Im Laufe des Verfahrens wollen die Grünen jetzt noch klären lassen, ob es weitere Hecken und Bäume gibt, die dem Ausbau weichen müssen. Schließlich fordern sie von der Verwaltung noch eine Antwort auf die Frage, ob Schmutzwasserkanäle unter der Kellerplatte erneuert werden müssen, wenn diese privaten Kanäle undicht sind? Schließlich wird im Zusammenhang mit den Ausbauplänen auf jeden Fall darüber zu sprechen sein, wo die Friedhofsbesucher parken sollen? Vor allem zu großen Beerdigungen oder an anderen Tagen im November ist die Parkplatzkapazität immer schnell ausgeschöpft. · hwa
